Fermentierter Frischkäse aus Cashew und Paprika, vegan

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Fermentiertes Gemüse ist, wie Sauerkraut oder Kimchi, nur eine Möglichkeit, seinen Darm mit milchsauren Bakterien zu versorgen und dein zweites Gehirn mit ordentlichem Futter zu versorgen. Es gibt noch einige andere Möglichkeiten und eine davon ist dieser Frischkäse aus Cashew Kernen mit Paprika.
Zum Abendbrot gibt es bei uns regelmässig fermentierte Aufstriche, wie zum Beispiel diesen Rote-Bete-Meerrettich oder Senf, aber zur Zeit ist das hier der absolute Knaller:

Es ist ein veganer Aufstrich mit nur zwei Hauptzutaten, nämlich Cashewkerne und fermentierter Paprika.
Die Cashewkerne fülle ich in ein Bügel-Glas mit 500 Milliliter Fassungsvermögen, achte darauf, dass noch 2 Finger breit bis zum Gummi sind, füge 8 Gramm Salz hinzu, lasse das Glas mindestens 1 Woche stehen bis es anfängt, sauer zu riechen. Ich nehme dazu Cashewbits, also kleine Krümel von Cashewkernen. Erstens ist es billiger und zweitens fermentieren sie auf Grund der Größe besser durch.
Im Gegensatz zu Sauerkraut lasse ich die Cashewbits ohne eine sie bedeckende Lake gären, den Grund dafür erfährst Du weiter unten. Die Konsistenz wird dann so sein, dass die Cashew-Masse klebrig vom Löffel fällt. Je länger Du die Cashews reifen lässt, umso saurer wird der Geschmack.
Dazu kommen 2 Esslöffel fermentierte Paprika (wie Gemüse generell fermentiert wird, kannst Du hier nachlesen) und ab damit in den Standmixer. Wenn noch Flüssigkeit bei den Cashews übrig ist, dann giesse sie vorher ab, sonst wird der Käse zu flüssig.
Jetzt musst Du ein bisschen aufpassen, dass alles schön cremig gemixt wird, denn durch die eher dicke Konsistenz fällt die Frischkäsemasse nicht so einfach ins Messer. Also nur kurz den Mixer anmachen, mit der Hand von unten an den Mixer klopfen und wieder den Mixer an. Das machst Du ein paar Mal, solange bis alles homogen vermischt ist.
Optional kannst Du spätestens jetzt noch ein wenig nachsalzen, eine Zehe Knoblauch dazugeben oder eine leckere Schärfe durch fermentierte Chillieschoten erzeugen. Allerdings ist es nicht ratsam, nochmal unfermentierte Cashewkerne dazuzugeben, sonst bekommen die Bakterien wieder Hunger, die Fermentation geht von vorne los und es fängt mächtig an zu blubbern in Deinem Frischkäse.
Wenn die Masse dann also schön cremig und fast fertig ist, gebe ich noch einmal einen Esslöffel fermentierte Paprika dazu und mache den Mixer noch mal kurz an, damit noch ein paar Stücke der Paprika dabei sind.
Jetzt ist die superleckere Kombination fertig und kommt in eine Schüssel und auf den Abendbrottisch.
Am besten schmeckt das ganze natürlich auf frisch gebackenem Brot, aber auch als Zutat zu Pellkartoffeln, als Dip oder als Salatsosse macht sich dieser vegane Cashew-Paprika Aufstrich perfekt.
Wenn kein Paprika zur Hand ist, dann probiere diese Variante:
statt der Paprika fügst Du zur Cashewmasse ein bis zwei Zehen Knoblauch, 1 EL Dill oder tiefgefrorene Kräuter und noch ein wenig Salz dazu.
Hast Du selber schon experimentiert und kannst mir eine Empfehlung geben, was ich unbedingt mal ausprobieren soll? Dann her damit und ab in die Kommentare!

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