So fermentierst Du Mohrrüben, die wirklich lecker schmecken

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Mit der Mohrrübe fing alles an:
Vor ungefähr zwanzig Jahren, als das Internet in Mecklenburg-Vorpommern noch nicht angekommen war, haben wir fast alle Informationen in Büchern gelesen, man sollte es kaum glauben 😉 . Als Stadtflüchter war eines der wichtigsten Bücher “Der Haltbarmach-Almanach” aus dem Packpapierverlag.
Und dort bin ich das erste Mal mit dem sauren Kraut der Karotte in Berührung gekommen und das Fieber hat mich seitdem nicht mehr losgelassen. Fermentierte Möhren sind einfach herzustellen, haben einen tollen Geschmack und sind ein guter Einstieg in das weite Feld der Fermentation. 

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Fermentierte Möhren selber machen

Vorbereitung 40 Minuten 
Wartezeit 2-4 Wochen 
Portionen Glas à 1 Liter


ZUTATEN


Grundrezept

700 Gramm Möhren, geputzt und sauber
15 Gramm Steinsalz (hier findest Du einen Salzrechner und weitere Infos zum Thema)
1 ganzen Apfel

Optionales

1 Blatt Lorbeer
1/2 Teelöffel Kümmel
1/2 Teelöffel Piment
1/2 Teelöffel Mutterkümmel

Vorbereitung

  1. Stelle alle benötigten Zutaten und Hilfsmittel bereit
  2. Möhren säubern und je nach Belieben schälen oder mit der Schale belassen
  3. Blattansatz an der Möhre lassen, dann hast Du mehr zum Anfassen beim Reiben
  4. Möhren/ Äpfel wiegen und Salz berechnen/abwiegen: Pro Kilogramm Gemüse benötigst Du 15-20 Gramm Salz (siehe auch hier)
Fermentierte Möhren mit Rotkohl
Links Möhre mit Rotkohl, rechts Rotkohl mit Möhre

Los geht ´s

  1. Möhren reiben, grob oder fein
  2. Äpfel mit Schale grob reiben (die zersetzen sich sowieso)
  3. Kneten bis Saft austritt, bei groben Mohrrüben mehr, bei feinen weniger
  4. Falls Karotten schon alt und trocken sind, mehr Äpfel reiben oder Wasser dazu geben (abgekocht oder Umkehrosmosewasser)
  5. Salz und Gewürze hinzufügen
  6. Alles gut vermischen

Reifen

  1. Ins Bügelglas einfüllen, am besten mit einem Silikonspatel und mind. 2 Finger breit Luft bis zur Oberkante lassen
  2. Beschweren mit Gewichten
  3. Glas verschliessen und auf Unterteller stellen, ca. eine Woche bei Zimmertemperatur warten und blubbern lassen
  4. Wenn es nicht mehr blubbert für 1 bis 3 Wochen kühl im Keller/ in der Speisekammer ziehen lassen, je nach gewünschtem Geschmack und Konsistenz

Verzehr

  1. Das einmal geöffnete Glas nach der Entnahme des Krauts wieder luftdicht verschliessen und ins Kühle stellen, so bleibt es maximal lange haltbar
  2. Wenn DIr die Möhren zu sauer sind, so kannst Du sie durch einen frisch gerieben Kohlrabi, eine Gurke, frisch geriebene Apfel oder ähnliche neutrale Zutaten mildern. Auch frisches Leinöl schmeckt vortrefflich dazu.

REZEPT HINWEISE

Wenn es gegen Vollmond oder Neumond geht, kann es auch schon mal 3 Tage oder länger dauern, bis es anfängt zu blubbern. Sonst geht es spätestens nach 2 Tagen los. Beachte, dass genügend Luft im Glas verbleibt, sonst gibt es eine Überschwemmung durch die austretende Flüssigkeit, die übrigens auch sehr lecker ist…

Fermentier Martin
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